Kommune


Wir haben im Kultur- und Bildungszentrum (KuBiZ) in Weißensee eine kommunitäre Gemeinschaft gegründet.

Stadtkommune – mittendrin, vernetzt und lebendig, vielfältig und doch gemeinsam, das wollen wir sein. Mit Platz für bis zu 14 Personen, in einer schönen, großen und sonnigen Wohnung mit mehreren Gemeinschaftsräumen (und später gern noch einem Ableger auf dem Land). Sozial und politisch-emanzipatorisch engagiert, an uns und den notwendigen Veränderungen der Welt werkelnd. Diskriminierungen, Dominanzkulturen und vorgefertigten Rollenerwartungen gezielt entgegenwirkend, ökologisch und sozial verantwortlich lebend – also z.B. vegetarisch/vegane Ernährung, wo immer möglich „nachhaltig“ und bewusst ohne Gender-Zuordnungszwang (aber keineswegs ohne „Gender Trouble“).

Kommune im KuBiZ

Einen wichtigen Unterschied zum typischen WG-Leben sehen wir darin, langfristige Beziehungen und Kontinuitäten im Zusammenleben aufzubauen und dabei auch private Ökonomien aufzulösen. Das Ziel ist eine Vollkommune, mit Einkommens- und Vermögensgemeinschaft und dem Aufbau gemeinschaftlicher Arbeitszusammenhänge als eine der ökonomischen Säulen.

Dabei ist es uns wichtig, nicht isoliert zu agieren. So arbeiten Kommunemitglieder auch in den selbstverwalteten Projekten des KuBiZ mit und übernehmen dort Aufgaben der gemeinsamen Selbstverwaltung.

Zur Zeit wohnen wir hier zu siebt. Drei davon haben sich für die Kommune entschieden, eine ist in Probezeit. Auf dem Weg hin zu einem echten kommunitären Zusammenleben wollen wir als Gruppe langsam und sorgfältig wachsen, mit viel Zeit zum Ausprobieren und intensiven Kennenlernen.

Und wir suchen Leute, die Lust haben, sich auf dieses Wagnis mit uns einzulassen und Zeit haben für einen angemessenen Annährungsprozeß!

Du möchtest es genauer wissen? Dann schreib uns doch wer du bist, was du dir hier erwünschen würdest, was du dir unter Kommune vorstellst und warum du dich dafür interessierst.

E-Mail: kommune@KuBiZ-Wallenberg.de

Was ist eigentlich eine Kommune? Das 1996 geschriebene „KommuneBuch“ vermittelt – auch wenn es inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen ist – wichtige Einblicke, die Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet. Es ist nun auch im Netz frei verfügbar.

Außerdem sehr empfehlenswert ist aus unserer Sicht auch Das Kommunefrauenbuch http://www.kommuja.de/schriftstuecke/das-frauen-kommunebuch/

Einen klitzekleinen Eindruck zur Kommune könnt Ihr auch im Film zur „Wandelwoche“ bekommen.

Wir haben im Kultur und Bildungszentrum (KuBiZ) in Weißensee eine kommunitäre Gemeinschaft gegründet. Auf zwei Wohnetagen mit rund 420 m² Fläche haben wir Platz für bis zu 15 Kommunard_innen.

Ein Grundsatz unserer Gemeinschaft ist es, die für uns verfügbaren ökonomischen Ressourcen (Eigentum) zu teilen. In der Gruppe sollen etwa gleich viele Männer, Frauen und Menschen, die sich keine normierten Geschlecht zuordnen wollen/können, leben.
Der Vereinzelung und Unverbindlichkeit in herkömmlichen WGs wollen wir gegenseitige Unterstützung und Solidarität im Alltag entgegensetzen. Dies wird die Möglichkeiten deS EinzelneN zur Selbstverwirklichung stärken. Voraussetzung ist gegenseitiger Respekt und das Achten von Grenzen. Wir wollen das Wohnen mit Kindern abseits der Kleinfamilie möglichst attraktiv machen und Raum für Menschen schaffen, die sich nicht in den heterosexuellen Mainstream einordnen möchten/können.
Ein politisch aktives Leben in der Gruppe wie auch für die Einzelnen soll für uns auch langfristig seinen Reiz behalten… denn es gibt viele Gründe sich für eine andere Gesellschaft einzusetzen.
Derzeit sind wirt fünf Kommunard_innen sowie mehrere Bewohner in Probezeit.

Wir haben die großen Klassenräume der alten Schule gemeinsam ausgebaut und für ein Leben in der Großgruppe gestaltet. Unsere Wohnung im KuBiZ verwalten wir selbstverständlich autonom und beteiligen uns an den Gemeinschaftsaufgaben im Gesamtprojekt. Einige von uns sind in den projekten des Hauses, wie der Medienwerkstatt, dem offenen Garten und dem Seminar- und Gästehaus aktiv.

Durch die Vielfalt an Projekten, die parallel von vielen Gruppen im KuBiZ betrieben und aufgebaut werden, bieten sich viele Möglichkeiten den politischen Handlungsraum zu erweitern und das eigene politische, soziale oder künstlerische Engagement zu stärken.

Die AktivistInnen, die mit dem Ausbau des KuBiZ und der Wohnräume beteiligt sind, möchten mit dem Projekt den Kiez (Weißensee) nachhaltig verändern und eine Alternative zum kulturellen Mainstream aufbauen. Dabei bietet der Kiez noch viel Platz für neue Projekte und Ideen.