Wallenbergs Leben


Raoul Wallenberg wurde am 4.August 1912 in Schweden geboren.
Als Sohn einer Unternehmerfamilie sollte er die Familientraditionen fortführen, er entschloß sich jedoch für ein Studium der Architektur in den Vereinigten Staaten. Raoul übte den Beruf nicht aus, er war Ende der dreißiger Jahre ein Suchender.
Mit dem Gefühl der Anteilnahme die Unterdrückung und Verfolgung der Juden in Deutschland und den besetzten Ländern Europas beobachtend, wuchs in ihm der Gedanke, den Verfolgten zu helfen.

Anfang 1944 wurde von dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt das War Refugee Board gegründet. Es sollte Rettungsaktionen ermöglichen, um bedrohte Juden vor der Deportation zu schützen.


Denkmal in Budapest

Denkmal in London


Der Vertreter des War Refugee Board in Stockholm suchte eine geeignete Person für eine Rettungsmission in Ungarn. Hier waren zwischen dem 14.Mai und 8.Juli 1944 437.402 Frauen, Männer und Kinder jüdischen Glaubens in die Vernichtungslager gebracht worden, circa 200.000 Juden hatten in Budapest Zuflucht gesucht. Ihnen galt die Hilfe. Raoul Wallenberg erklärte sich sofort bereit, nach Budapest zu gehen. Ausgestattet mit einem schwedischen Diplomatenpaß zum Schutz seiner Person flog er am 6. Juli 1944 nach Berlin, um von hier aus mit dem Zug nach Budapest zu fahren.

In einzigartiger Weise rettete er Zehntausenden von Juden das Leben. Er stellte in der ungarischen Hauptstadt für unzählige Menschen einen von ihm selbst entworfenen Schutzpaß aus, der seinen Inhaber unter den Schutz der königlich-schwedischen Gesandschaft stellte. Dann verschaffte er ihnen Wohnungen auf exterritorialem Gebiet und versorgte sie mit Essen und Medikamenten. Selbst aus Güterzügen, die der Deportation dienten, rettete er Menschen.

Raoul Wallenberg wurde am 17.1.1945 vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in das Moskauer Lubianka-Gefängnis gebracht. Die Sowjetunion bestritt zunächst, Raoul gefangengenommen zu haben, gab dies aber am 2.Februar 1957 in der Gromyko-Note zu. Jedoch sei Wallenberg 1947 an „Herzversagen“ verstorben – als 35-jähriger, bisher kerngesunder Mann. Eine Darstellung, wie sie auch heute vom KGB verbreitet wird, jedoch in keinster Weise den Tatsachen entspricht.
Keine Lüge währt ewig, aber sie darf nicht länger dauern als das Leben des Retters von 100.000 Juden.

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