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Volkstheater Weißensee

Michaela Benn und Katrin Steinke bieten in der Aula bzw. im Theaterraum Theater- und Liederwerkstätten speziell für Kinder an:
Im September 2009 starteten die ersten Kurse der neu gegründeten Theater- und Liederwerkstätten Weißensee. Die InitiatorInnen Michaela Benn, Katrin Steinke und Christian Sabot bieten hier Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Theaterspielen zu entdecken.
Wir aktualisiern derzeit, neue Informationen zum Volkstheater Weißensee und den Lieder- und Theaterwerkstätten folgen hier in Kürze .
Karten und Informationen unter 030-720 20 764.
Historisches
Die Theatergruppe des KuBiZ kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, wurde Theaterarbeit an der Raoul Wallenberg Schule doch immer groß geschrieben. Jedes Jahr gab es mehrere Wahlpflichtkurse, die Theaterarbeit anboten. Auf den jährlichen Tempelhofer Schultheatertagen konnten die SpielerInnen ihr erworbenes Talent der Öffentlichkeit präsentieren.
In der Aula des KuBiZ ist eine moderne Bühne vorhanden, die unter anderem für Proben und Auftritte genutzt wird.
Der Initiative Raoul Wallenberg e.V. koordiniert die Theaterarbeit des KuBiZ. Angestrebt sind Kooperationen mit Schulen, Vereinen und freien Theatergruppen, die Raum für Proben oder Aufführungen benötigen.

Sie können nicht mit, und sie können nicht ohne einander. Die Zofen. Schwestern sind sie und Waisenkinder. Solange und Claire haben nichts als sich selbst und die gnädige Frau, die sie einst bei sich aufnahm. Der Preis dafür ist lebenslange Dienerschaft. Oder doch nicht? Könnten sie sich etwas aufbauen ohne diese Abhängigkeit? Längst schon hat das Rollenspiel sich verselbstständigt. Jede will einmal die gnädige Frau sein, schöne Kleider tragen, den anderen erniedrigen. Vor allem Claire, die sich von ihrer Schwestern durch das Intermezzo mit dem Milchmann verraten fühlt. Der Traum vom Prinzen ist damit für sie zerplatzt. Sie könnte alles hinter sich lassen, das verhasste Leben als Zofe und ihre Schwester, aber sie ist wie ein Vogel im Käfig, der trotz offener Tür sitzen bleibt. Und Solange, die tatsächliche Revolutionärin von den Beiden, nimmt Claires Sucht nach dem Rollenspiel in Kauf, um sie für ihr Vorhaben zu gewinnen. Wenn sie geht, dann richtig. Da reicht nicht Kofferpacken, da muss das Haus in Flammen aufgehen, die gnädige Frau unter die Erde gebracht werden. Ein Spiel? Ein Spaß? Ein Ausweg?
In der Regie von Michaela Benn begeben sich Solange (Franziska Boblenz) und Claire (Lena Schumacher) auf die Suche nach sich selbst, erspielen den Wunsch nach Freiheit und scheitern immer wieder an der Abhängigkeit voneinander und der gnädigen Frau (Astrid Mathis/Catherin Wehner). Eine muss eben stets die Stärkere sein und die andere unterwerfen. So lehnen sie sich in Jean Genets „Zofen“ auf wie zwei graue Mäuse, die niemand als eigenständige Wesen wahrnimmt und die sich doch nichts sehnlicher wünschen. Dafür würden die so unterschiedlichen Schwestern sogar einen Mord begehen – ein gefährliches Spiel.
Premiere ist am 18. Juni 2010 um 20:00 Uhr.
Weitere Vorstellung vor der Sommerpause: 19. Juni 2010 um 20:00 Uhr.
Volkstheater Weißensee im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78, 13088 Berlin-Weißensee)
Kartentelefon: 0176-64118422
19.05.2010: die Berliner Woche schreibt in der Weißensee-Ausgabe zum neuesten Theaterprojekt: “Volkstheater inszeniert ein neues Heimatstück” (pdf)
28.04.2010: Die Berliner Woche schreibt in der Weißensee-Ausgabe zur Theateraufführung “Die Nächte der Schwestern Bronte”: “Die Nächte der drei Schwestern” (pdf)
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„Die Nächte der Schwestern Brontë“ – wie mögen sie ausgesehen haben, diese Nächte? Charlotte, Emily und Anne Brontë sind Schriftstellerinnen, die einen festen Platz in der englischen Literaturgeschichte einnehmen. In einem Pfarrhaus wuchsen sie auf, unter Pseudonymen traten sie in die Öffentlichkeit, berühmt aber wurden sie mit ihren wahren Namen – für Werke, in denen die Liebe im Mittelpunkt steht, die Sehnsucht nach Gleichberechtigung und Anerkennung. Doch ihr Talent zum Schreiben blieb lange unentdeckt. Schriftstellerinnen mit solchen Ansprüchen im England des 19. Jahrhunderts waren der Gesellschaft einfach zu fortschrittlich, um ihren Stellenwert sofort anerkennen zu wollen.
Die Bühnenautorin Susanne Schneider steigt in die Geschichte der Brontës ein und malt sich die Nächte der Schwestern aus. Sie sieht Emily im Moor, das sie so liebt, Episoden ihres Romans „Wuthering Heights“ nachspielen. Sie zeigt Charlotte als zerrissene Persönlichkeit, auf der einen Seite voller Pflichterfüllung und Organisationsgenie, auf der anderen verzweifelt und sehnsüchtig nach Liebe und Selbstverwirklichung. Anne begreift sie wiederum als frisch Verliebte, Hoffnungsvollste unter den Dreien. Nachts erfinden sie Geschichten, tagsüber ergeben sie sich ihrer Rolle als Frau, die weder Vermögen noch eine Aussicht auf eine glückliche Vermählung haben.
Von ihnen erzählen Alexandra Bosshard (Emily), Catherin Wehner (Anne) und Astrid Mathis (Charlotte) in der Regie von Michaela Benn, von ihrer Fragilität, ihrem Lebenshunger und ihrer Todesnähe, auf dem Drahtseil zwischen Rausch und Ohnmacht.
Premiere ist am 26.3. um 20 Uhr, weitere Vorstellungen je um 19.30 Uhr am 27.3. und 6. und 7.5.2010.
Premiere ist am 26.3. um 20 Uhr, weitere Vorstellungen je um 19.30 Uhr am 27.3. und 7. und 8.5.2010.
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