6.12.25 Jazz im Kubiz: FACES&PLACES QUARTET

6.12.25 Jazz im Kubiz: FACES&PLACES QUARTET

20 Uhr, Aula

FACES&PLACES QUARTET

Michaël Attias – sax
Flo Müller – guitar
Jonas Westergaard – bass
Oliver Steidle – drums

Das Faces & Places Quartet widmet sich zwei Größen der Jazz-Geschichte: Thelonious Monk und Ornette Coleman. Sie spielen ihre Lieblingstücke dieser Giganten auf ihre sehr eigene, individuelle Art und Weise, brechen Strukturen auf und erweitern die Improvisationen. Alle Bandmitglieder sind seit langem ein wichtiger Teil der agilen Jazzszene Berlins und haben ihre Spuren in unterschiedlichsten Formationen auf der internationalen Musikszene hinterlassen. Ein Abend voller Überraschungen, abenteuerlicher Improvisationen und wundervollen Songs.

Michaël Attias hat sich den Ruf erworben, eine der aufstrebendsten und kollaborativsten Persönlichkeiten der New Yorker Jazzszene des 21. Jahrhunderts zu sein, mit einem Hintergrund und einer Perspektive, die ihn zu einem „betont kosmopolitischen Saxophonisten und Komponisten“ machen, wie die New York Times schrieb.

Florian Müller hat Jazz-Gitarre an der Musikhochschule Nürnberg bei Helmut Kagerer und Paulo Morello studiert und lebt nun als freiberuflicher Musiker in Berlin.

Jonas Westergaard, der aus Kopenhagen stammt, studierte am Rytmisk Musikkonservatorium. Seit den 1990er-Jahren arbeitet er in der dänischen und deutschen Jazz- und Improvisationsszene u. a. mit Christopher Dell, Benjamin Koppel, Christian Lillinger.

Der Neue deutsche Jazzpreis-Gewinner von 2008 und 2010 Oliver Steidle ist vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Der Rote Bereich, Peter Brötzmann, Philm, seine Band Killing Popes oder Klima Kalima bekannt, seit Jahren international unterwegs und laut Presse, einer der führenden Köpfe der sich ständig weiter entwickelnden, jungen Berliner Avantgarde.

Eintritt ab 12 Euro
Abendkasse ab 19.30h (nur Bargeld), VVK bei Eventbrite

präsentiert von „Jazz am Helmholtzplatz e.V.

 

 

26.11.25 Film und Diskussion: „Bleistift Messer Staffelstab“

26.11.25 Film und Diskussion: „Bleistift Messer Staffelstab“

20 Uhr, Aula in Anwesenheit des Regisseurs

Bleistift Messer Staffelstab – Pencil Knife Baton

Tragikomödie, D/GR 2021, 95 min, R: Konstantinos Kakogiannis

Eine schwarze Quantenkomödie über die Utopie der universellen Erzählung und den Realismus der Gemeinsamkeit, der kollektiven Zusammenarbeit und der Solidarität. Vier Mitbewohner*innen in Berlin, Max, Nicola, Mariam und Eva, suchen nach Wahrheit, Sinn und sich selbst. In einem parallelen Universum kämpft eine Gruppe von verfallenden Göttern in Rente, nämlich Artemis, Demetra, Dionysos, Apollon und Hephaestus, gegen Ungerechtigkeit und Vergessen.
In Berlin, einer modernen, gentrifizierten Metropole, die allmählich ihren alten Charakter und ihre Einzigartigkeit verliert, lebt Max isoliert, gefangen in Langeweile und den unvermeidlichen Fallstricken seines komfortablen Lebens. In einem kleinen griechischen Dorf ist Artemis eine unverbesserliche Extremistin, die ihre Gruppe auf rebellische Wege führt. Beide haben ein dunkles Geheimnis, das sie zur Selbstaufopferung treibt.
„Pencil Knife Baton“ ist eine humoristische Kritik an den verschiedenen Ausdrucksformen des kapitalistischen Systems und seinen Sackgassen. Auch wenn das Ende nahe ist, zeigt „Pencil Knife Baton“, dass Humor und Solidarität Ausdrucksformen auf höchster Ebene des menschlichen Geistes sind.

Der unabhängig produzierte Film gewann inzwischen 17 Preise auf internationalen Festivals.
Im Anschluss Diskussion mit Regisseur Konstantinos Kakogiannis.


The story of Max, a depressed 35-year old artist and Artemis, a penniless pensioner facing eviction. Alongside with their friends, they search for truth and justice. Set in Berlin, a modern, gentrified metropolis gradually losing its old character and uniqueness, Max lives in isolation, consumed by boredom and the inevitable traps of his comfortable life.
In a small Greek village, Artemis is an unrepentant extremist that will lead her group along insurgent paths. Both of them have a dark secret that will lead them to self-sacrifice.
„Pencil Knife Baton“ is a humorist critique of the various expressions of the capitalist system and its dead ends. Even if the end is near „Pencil Knife Baton“ reveals that humor and solidarity are expressions at the highest levels of the human spirit.
The independently produced film has won 17 awards at international festivals.
Followed by a discussion with director Konstantinos Kakogiannis.

15. 11.25 REIHE: „FEMALE CADENCE – FRAUEN IM EUROPÄISCHEN JAZZ UM 1960“ HOMMAGE AN PIA BECK

15. 11.25 REIHE: „FEMALE CADENCE – FRAUEN IM EUROPÄISCHEN JAZZ UM 1960“ HOMMAGE AN PIA BECK

20 Uhr, Aula

HOMMAGE AN PIA BECK (NIEDERLANDE)

OLGA REZNICHENKO TRIO:
Olga Reznichenko – piano
Lorenz Heigenhuber – bass
Maximilian Stadtfeld – drums

Die niederländische Pianistin und Sängerin Pia Beck (1925-2009) gehörte in den 1950er-Jahren zu den populärsten Jazzmusikerinnen Europas. 1925 in Den Haag geboren, begann sie schon als Kind mit dem Klavierspiel. Nach ersten Auftritten in den Kriegsjahren wurde sie 1945 Pianistin und Sängerin im Miller Sextet, mit dem sie in Europa und Indonesien tourte. 1949 gründete sie ihr eigenes Trio und landete mit Pia’s Boogie einen Hit, der hunderttausendfach verkauft wurde und zu ihrem Markenzeichen wurde.

Beck war eine brillante Pianistin mit großer Bühnenpräsenz, die Jazz, Swing und Boogie mit Leichtigkeit und Humor verband. Sie sang in mehreren Sprachen, liebte die Show, fuhr schnelle Autos und präsentierte sich selbstbewusst als Star. Ihr Stil blieb zugleich zugänglich: Sie wollte, wie sie selbst sagte, „unterhalten und für die Menschen spielen“.
Mitte der 1960er-Jahre zog sie sich mit ihrer Lebensgefährtin Marga Samsonowski und deren Kindern nach Spanien zurück. In den 1970er-Jahren kehrte sie noch einmal auf die niederländischen Bühnen zurück, u. a. mit der Dutch Swing College Band. Auch beim North Sea Jazz Festival war sie zu hören. Besondere Bedeutung hatte Becks Haltung als offen lesbische Musikerin in einer Zeit, in der Homosexualität noch stark tabuisiert war. Gemeinsam mit Samsonowski lebte sie diese Partnerschaft ohne Heimlichkeit. 1977 beteiligte sie sich am Protestkonzert „Miami Nightmare“ im Concertgebouw Amsterdam, das sich gegen die homophobe Kampagne der US-Sängerin Anita Bryant richtete. Beck wollte nie ausschließlich als Symbolfigur der Bewegung gelten, doch sie setzte ein wichtiges Zeichen, indem sie sich offen und sichtbar engagierte.

Eintritt 12/15 Euro
präsentiert von »Jazz am Helmholtzplatz e.V.«

14.11.25 Jazz im Kubiz: TILMAN DENECKE’s SWEATLODGE

14.11.25 Jazz im Kubiz: TILMAN DENECKE’s SWEATLODGE

20 Uhr, Aula

TILMAN DENECKE’s SWEATLODGE

Tilman Denecke – guitar, comp
Sebastian Weiß – keys
Andreas Henze – bass
Marcel von Cleef – drums

Tilman Denecke‘s SWEATLODGE spielt urban energy & space – Jazz Originals in der Tradition von Headhunters, Nils-Petter Molvaer, Jam… und drüber hinaus. Elektrische Sounds werden rhythmisch verschoben, feste Formen aufgelöst und solistische Hierarchien zu Gunsten eines kollektiven Spannungsbogens verlassen. Die Musiker haben im In- & Ausland studiert, sind aber vor allem seit Jahren stilistisch versierte Sidemen und Leader der Berliner Szene.

Eintritt 12/15 Euro

präsentiert von »Jazz am Helmholtzplatz e.V.«

2.11.25 Halloween Special: Leonid Kubytzyi „RACHE ENGEL“ (Vernissage zur Ausstellung)

2.11.25 Halloween Special: Leonid Kubytzyi „RACHE ENGEL“ (Vernissage zur Ausstellung)

20 Uhr, Offener Raum

Vernissage zur Ausstellung:
Leonid Kubytzyi  (Odessa, Ukraine) – „RACHE ENGEL“

„Meine Arbeit in meinen Gemälden besteht darin, visuell Erlebnisse zu schaffen, die bei der Betrachter*in starke Emotionen hervorrufen und zum Nachdenken über die tiefen Aspekte einer traumatisierten Psyche anregen.
In meinen Bildern untersuche ich, wie sich Traumata im Laufe der Zeit entwickeln und beginnen, sich in der Kunst widerzuspiegeln. In meinen Arbeiten vermittle ich die Angst und den Schmerz, die Kinder in traumatischen Momenten ihres Lebens erfahren. Ich verwende dunkle Töne und kontrastreiche Farben, um den dramatischen Effekt zu verstärken und eine Atmosphäre des Schreckens, der Anspannung und der psychedelischen Wahrnehmung zu schaffen. Mein Ziel ist es nicht nur, die Betrachtenden zu schockieren, sondern auch, die Relevanz der Erfahrungen schwerer Prüfungen, die Menschen in ihrer Kindheit durchleben, hervorzuheben.“ (Leonid Kubytzyi)

Eintritt frei
mit veganer Küfa
anschließend Film

 

17.10.25 JAZZ IM KUBIZ:
AMADEO BONAIUTO QUARTET

17.10.25 JAZZ IM KUBIZ:
AMADEO BONAIUTO QUARTET

20 Uhr, Aula

AMADEO BONAIUTO QUARTET

Amadeo Bonaiuto (Argentina) – trumpet, composition
Sebastian Rosales (Chile) – drums
Checho Gomes (Colombia) – bass
Hugo Fernandez (México) – guitar

Amadeo Bonaiuto ist ein argentinischer Trompeter, der in Berlin lebt. Er studierte an der „Escuela Superior de Música de Neuquén”, wo er später mehr als zehn Jahre lang Unterricht und Meisterkurse gab. Außerdem wirkte er bei den Confluencia-Schulorchestern mit, in diesem Fall als Trompetenlehrer in den ärmsten Slumvierteln. In der klassischen Welt spielte er als erster Trompeter des Río Negro Philharmonic Orchestra und als Gast des Neuquén Symphony Orchestra. Seine Forschungsarbeit als Lehrer und Student veranlasste ihn, zwei Bücher zu schreiben und durch ganz Lateinamerika zu reisen, um seine eigene Musik vorzustellen und Meisterkurse für Trompete und Improvisation an renommierten Institutionen zu geben. In Berlin tritt er derzeit mit dem Composer Orchestra Berlin (einem Ensemble, in dem alle Teilnehmer*innen Komponist*innenen sind) und als Freiberufler in verschiedenen Gruppen auf. Mit seinem Projekt „Amadeo Bonaiuto Quartet” entwickelt er einen Sound, der auf der Verschmelzung von Jazz und folkloristischen Rhythmen aus Argentinien und Südamerika wie Chacarera und Zamba basiert.

Eintritt: 12–15 €, Abendkasse ab 19:30h (Barzahlung)
präsentiert von »Jazz am Helmholtzplatz e.V.«

15.10.25 „CATACLYSM IN NEW ORLEANS“ Film und Diskussion mit den Filmemachern

15.10.25 „CATACLYSM IN NEW ORLEANS“ Film und Diskussion mit den Filmemachern

20 Uhr, Aula

CATACLYSM IN NEW ORLEANS
Doku, Berlin/New Orleans 2006, 60 min, R: Ralph Klein und Elias Scheideler (OmU)

„It is a cataclysm. It’s something like the destruction of the city of Pompeii“. (Es ist eine Katastrophe. Es ist so etwas wie die Zerstörung der Stadt Pompeji.) – CNN 2005

Der dokumentarische Essay beschreibt die Auswirkungen von Hurrikan Katrina, der im August 2005 die Golfstaaten der USA heimsuchte. Sechs Monate nach dem Hurrikan besuchten die Regisseure das Krisengebiet und haben einen Dokumentarfilm über die Folgen gedreht.
Der selbsterzählende Dokumentarfilm zeichnet die Geschichte abseits der üblichen Medienberichterstattung nach und berichtet über das rassistische Krisenmanagement der Behörden, das allem Anschein nach dazu genutzt wurde, die Schwarzenhochburg New Orleans von seinen armen Bevölkerungsschichten zu „reinigen“. Wie ein Überlebender sagt: „Rassismus verwandelte ein Unglück in eine Tragödie“ und beide, der Rassismus und die Tragödie, sind mehr als offensichtlich. Ein wichtiger und kritischer Kommentar, der die Realität des „amerikanischen Traumes“ zeigt.

Nach dem Film Diskussion mit den Filmemachern.

Eintritt frei
vorher vegane Küfa

11.10.25 JAZZ IM KUBIZ: HOMMAGE À COLETTE MAGNY

11.10.25 JAZZ IM KUBIZ: HOMMAGE À COLETTE MAGNY

20 Uhr, Aula

HOMMAGE À COLETTE MAGNY

Mathilde Vendramin Ensemble

Reihe Female Cadence: Frauen im europäischen Jazz um 1960
Das Mathilde Vendramin Ensemble widmet den Abend der französischen Sängerin, Komponistin und Dichterin Colette Magny (1926–1997) – einer der radikalsten Stimmen des Nachkriegs-Frankreichs.
Magny verband Jazz, Blues und Poesie mit politischem Engagement – gegen Krieg, Kolonialismus und soziale Ungerechtigkeit. Ihre Musik war roh, frei und kompromisslos.

Mathilde Vendramin – vocals
Arseny Rykov – piano
Thiago Duarte – bass
Steven Moser – drums

Ein Abend zwischen Poesie, (Free) Jazz, Rezitation und Aufbruch – intensiv, rebellisch, aktuell.

Eintritt: 12–15 €, Abendkasse ab 19:30h (Barzahlung) oder Vorverkauf via Eventbrite

 

27.9.25 Jazz vom TRIO PUDLÁKOVÁ / FLAIG / MEISSNER

27.9.25 Jazz vom TRIO PUDLÁKOVÁ / FLAIG / MEISSNER

20 Uhr, Aula

Wer sich für die jüngere Generation der europäischen Jazzszene interessiert, kommt an diesen Künstler*innen nicht vorbei: Im Juli 2024 trafen sich die drei Musiker*innen Klára Pudláková (Kontrabass), Erik Wie Flaig (Schlagzeug) und Vincent Meissner (Piano) erstmals im Rahmen der International Jazz Platform in Łódź (Polen) – einem Festival mit einem fünftägigen Workshop für junge Musikerinnen aus ganz Europa im Bereich Jazz und improvisierte Musik. Aus dem intensiven musikalischen Austausch und dem gemeinsamen Spiel in den Workshop-Ensembles entstand die Idee, als Trio eine Tournee durch Deutschland für das kommende Jahr zu organisieren. Die aktuellen Lebens- und Schaffensmittelpunkte der Bandmitglieder liegen in Prag, Trondheim und Leipzig. In diesem neu gegründeten Projekt bringen sie ihre unterschiedlichen musikalischen Prägungen und individuellen Ausdrucksformen zusammen und schaffen so eine dynamische, vielschichtige Klangwelt. Ihre Musik entsteht sowohl frei im Moment als auch auf Grundlage eines Repertoires aus zeitgenössischen Jazz-Arrangements und Eigenkompositionen aller drei Mitglieder.

Klára Pudláková – bass
Erik Wie Flaig – drums
Vincent Meissner – piano

Eintritt 15.-/12.- Euro
Der komplette Eintritt verbleibt bei den Musiker*innen

präsentiert von »Jazz am Helmholtzplatz e.V.«
http://www.jazzamhelmholtzplatz.com

 

20.9.25 ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH QUINTETT

20.9.25 ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH QUINTETT

20 Uhr, Aula

Auf der Bühne der kleinen Aula in einem alten Gründerzeitbau, einer ehemaligen Schule, wird der großartige, legendäre Jazzpianist Alexander von Schlippenbach am historischen Döpfner Flügel zu hören sein. In einem scheinbar im Dornröschenschlaf versunkenen, vom Immobilienwahn verschonten, außergewöhnlichen Kultur- und Sozialzentrum wird er von geradezu umwerfenden Jazzmusikern aus der Berliner Szene mit internationalem Format begleitet. Alle Musiker bringen unterschiedliche Prägungen und musikalische Ausrichtungen mit. Lassen wir uns überraschen von swingenden,  außergewöhnlichen Klängen des Quintetts, das unseren Blick auf Klang und Realitäterfrischen und womöglich verändern wird.

 Alexander v. Schlippenbach – piano

 Felix Wahnschaffe – sax
 Rudi Mahall – clarinet
 Rodolfo Paccapelo- bass
 John Schröder – drums

Eintritt 15.-/12.- Euro
Der komplette Eintritt verbleibt bei den Musiker*innen

präsentiert von »Jazz am Helmholtzplatz e.V.«
http://www.jazzamhelmholtzplatz.com